Zukunft trifft Tradition: Bürgermeister Guido Vierkötter zu Gast bei Stommel Haus

Wenn der Bürgermeister nicht zum Gratulieren kommt, sondern zum Lernen und Staunen, dann wissen wir: Wir haben einen Nerv getroffen. Ein Vormittag über agile Transformation, die Zukunft der Ausbildung und warum ein Handwerksbetrieb manchmal wie ein Software-Start-up funktioniert.

Es begann mit einer Auszeichnung. Unser Blogbeitrag über die Ehrung als „Top Ausbildungsbetrieb 2025“ hatte in Neunkirchen-Seelscheid die Runde gemacht. Das weckte die Neugier unseres neuen Bürgermeisters Guido Vierkötter. Statt einer formalen Glückwunschkarte entschied er sich für den direkten Weg: Er wollte sehen, was hinter den Kulissen unserer Hausmanufaktur passiert.

Gemeinsam mit Pressesprecherin Kristina Schik besuchte er uns heute in der Sternstraße – und wir haben ihn nicht in den Konferenzraum gebeten, sondern direkt ins Herz unserer Unternehmenskultur: das Morgentreffen.

9:30 Uhr: Wo der Puls des Unternehmens schlägt

Wer Stommel Haus verstehen will, muss unser Morgentreffen erleben. Jeden Tag, pünktlich um 9:30 Uhr, versammelt sich das gesamte Team. Keine langen Sitzungen, keine Hierarchie-Spielchen. Stattdessen: 15 Minuten Klarheit, Austausch und der gemeinsame Blick auf das Tagesziel.

Für Guido Vierkötter und Kristina Schik war das ein spannender Einblick in die Praxis. Hier wurde schnell klar: Das Klischee vom staubigen Handwerksbetrieb, in dem einer ansagt und alle anderen schweigen, hat bei uns schon lange ausgedient.

Handwerk 4.0: Agilität ist keine Frage der Branche

Im anschließenden Gespräch mit Ralf Stommel und Stephan Löttgen, dem Leiter unserer Stommel Haus Akademie, ging es in die Tiefe. Wir sprachen über die Transformation, die wir in den letzten zehn Jahren durchlaufen haben.

Der Weg vom klassischen Mittelständler zur „Lernenden Organisation“ war intensiv. Frau Schik brachte es im Gespräch treffend auf den Punkt: Die Art und Weise, wie wir arbeiten – vernetzt, iterativ, mit schnellen Feedbackschleifen – erinnert stark an Methoden, die man sonst eher aus der Softwareentwicklung oder modernen Tech-Unternehmen kennt.

Genau das ist unser Anspruch: Wir bauen massive Holzhäuser mit der beständigen Qualität eines Baumes, aber wir organisieren uns mit der Flexibilität eines modernen Netzwerks. Nur so können wir in einer komplexen Welt nicht nur bestehen, sondern Innovationen vorantreiben.

Ausbildung neu gedacht: Potenzial statt Schema F

Ein Thema lag uns an diesem Vormittag besonders am Herzen: Die Jugend. Als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb sehen wir uns in der Verantwortung, jungen Menschen in der Region echte Perspektiven zu bieten.

Wir haben Herrn Vierkötter erläutert, dass wir den Weg ins Handwerk oft schon weit vor der eigentlichen Ausbildung ebnen. Praktika sind bei uns keine "Kaffee-koch-Wochen". Wir setzen inzwischen auf fundierte Potenzialanalysen vorab. Wir wollen wissen: Wo liegen die wahren Stärken eines jungen Menschen? Wie können wir diese Talente in unserem Holzhausbau entfalten?

Es geht uns nicht darum, Lücken im Stellenplan zu füllen, sondern Charaktere zu entwickeln, die Lust auf Handwerk, Verantwortung und Teamwork haben.

Ein starkes Netzwerk für Neunkirchen-Seelscheid

Stommel Haus ist seit Jahrzehnten fest in Neunkirchen-Seelscheid verwurzelt. Wir sind ein Familienunternehmen, aber wir sind auch Teil eines größeren Ökosystems. Im Austausch mit dem Bürgermeister wurde deutlich: Die Herausforderungen der Zukunft – sei es Fachkräftemangel oder regionale Entwicklung – lösen wir nicht als Einzelkämpfer.

Wir glauben an die Kraft der Vernetzung. Sei es die Zusammenarbeit mit anderen Handwerksbetrieben oder der enge Draht zur Gemeinde. Wir wollen proaktiv auf andere zugehen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die unsere Region stärken.

Fazit: Ein Besuch, der nachwirkt

Nach dem theoretischen Austausch ließen wir Taten – oder besser gesagt: Hölzer – sprechen. Ralf Stommel führte unsere Gäste durch die Produktion und unsere Musterhäuser, inklusive unseres modularen Konzepts „EINS ZWEI DREI“, das wir erst letztes Jahr eingeweiht haben.

Wir haben uns sehr über den offenen, interessierten und tiefgehenden Austausch mit Guido Vierkötter und Kristina Schik gefreut. Es ist gut zu wissen, dass im Rathaus ein Bewusstsein für die Innovationskraft der lokalen Wirtschaft herrscht. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und viele gemeinsame Impulse für unsere Heimatgemeinde.