Vom ersten Gespräch bis zur Übergabe: So läuft dein Hausbau mit Stommel Haus ab
1. Im ersten Gespräch geht es noch nicht um einen fertigen Grundriss
Am Anfang stehen deine Vorstellungen. Wie möchtest du wohnen? Was muss im Alltag gut funktionieren? Welche Räume brauchst du heute und welche vielleicht in zehn oder zwanzig Jahren? Auch Grundstück, Budgetrahmen und persönliche Prioritäten gehören von Beginn an auf den Tisch.
Je nach Ausgangslage kannst du zunächst einen Planungsvertrag abschließen. Damit beauftragst du die Planung, ohne dich bereits auf den vollständigen Hausbau festzulegen. Wenn Grundstück, Wünsche und Rahmenbedingungen schon weitgehend geklärt sind, ist auch der direkte Einstieg über einen Werkvertrag möglich. Beide Wege führen in dasselbe Bauprojekt, nur der Umfang der Vorplanung unterscheidet sich.
Das frühe Gespräch ist deshalb mehr als ein Kennenlernen. Es schafft die Grundlage für Entscheidungen, die später nur noch mit größerem Aufwand geändert werden können. Eine offene Aussage zum Budget gehört ebenso dazu wie Wünsche, bei denen du selbst noch unsicher bist.
2. Das Grundstück wird nicht nur auf dem Papier betrachtet
Ein Haus muss zum Leben seiner Bewohner:innen passen. Es muss aber ebenso auf seinem Grundstück funktionieren.
Beim Grüne-Wiese-Termin treffen sich Bauherrschaft, Bauleitung und Architektur direkt vor Ort. Dabei werden unter anderem die Ausrichtung des Hauses, Zufahrt und Eingang, die Nachbarbebauung, der Sonnenverlauf sowie Besonderheiten wie Hanglage, Bäume oder Grundstücksgrenzen betrachtet. Erst vor Ort zeigt sich oft, ob eine Idee aus dem ersten Gespräch wirklich trägt.
Auf dieser Grundlage entstehen die ersten Vorentwürfe. Der Grundriss wird mit den Gegebenheiten des Grundstücks und den baurechtlichen Möglichkeiten zusammengebracht. Parallel erstellt Stommel Haus eine Kalkulation. Die Hauspreiszusammenstellung macht sichtbar, welche Leistungen enthalten sind und welche Arbeiten gegebenenfalls separat beauftragt werden müssen.
Jetzt lohnt sich ein genauer Blick auf den Alltag. Eine Raumfolge kann auf dem Plan großzügig wirken und trotzdem nicht zu den täglichen Wegen einer Familie passen. Deshalb werden Entwurf und Kosten nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern gemeinsam weiterentwickelt.
3. Mit dem Werkvertrag wird aus der Planung ein verbindliches Projekt
Mit der Unterzeichnung des Werkvertrags beginnt der verbindliche Bauablauf. Nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist sowie der Prüfung und Bestätigung durch Stommel Haus folgen die weiteren Schritte in festgelegter Reihenfolge. Dazu gehören Vermessung, Genehmigungsplanung, Bemusterung, Arbeitsvorbereitung und Produktion.
Vor der Unterschrift sollte der Leistungsumfang vollständig geklärt sein. Dazu gehört auch die Frage, welche Aufgaben außerhalb des Werkvertrags liegen. Ein wichtiges Beispiel sind die Betonarbeiten für Bodenplatte oder Keller. Dafür beauftragst du ein separates Bauunternehmen. Dein Fachberater kann auf Wunsch den Kontakt zu einer bewährten Partnerfirma vermitteln.
Diese klare Trennung ist wichtig. Sie verhindert, dass Erwartungen erst auf der Baustelle auseinandergehen.
4. Vermessung und Bodengutachten liefern belastbare Grundlagen
Bevor der Bauantrag eingereicht werden kann, müssen die tatsächlichen Bedingungen des Grundstücks bekannt sein.
Ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur erfasst Gelände und Höhen. Aus diesen Daten entsteht der Lageplan für den Bauantrag. Später folgen die Grobabsteckung für die Erdarbeiten, die Feineinmessung für Bodenplatte oder Keller und schließlich die Endeinmessung des Gebäudes.
Das Bodengutachten untersucht unter anderem die Tragfähigkeit des Baugrunds und, falls erforderlich, seine Versickerungsfähigkeit. Die Ergebnisse fließen in die Planung von Bodenplatte oder Keller ein. Sie werden sowohl vom Statiker als auch vom beauftragten Betonbauer benötigt.
Diese Untersuchungen wirken zunächst technisch. Tatsächlich schützen sie sehr konkrete Entscheidungen: wie gegründet wird, wie Entwässerung funktioniert und ob zusätzliche Maßnahmen auf dem Grundstück nötig sind.
5. Aus dem Entwurf werden genehmigungsfähige Unterlagen
Der Architekt erstellt den Bauantrag auf Basis der Vorentwürfe, des Lageplans und des Bodengutachtens. Gleichzeitig wird festgelegt, wie Regen- und Schmutzwasser abgeleitet werden. Der Entwässerungsplan wird ebenfalls von der zuständigen Behörde geprüft.
Hinzu kommen die statischen Berechnungen für Wände, Decken, Dach und deren Verbindungen. Die Gründung wird mit dem Rohbauunternehmen abgestimmt, weil dort die Ergebnisse des Bodengutachtens berücksichtigt werden müssen. Der Wärmeschutznachweis dokumentiert außerdem, dass das geplante Haus die gesetzlichen energetischen Anforderungen erfüllt.
Wie lange das Genehmigungsverfahren dauert, hängt von der zuständigen Behörde ab. Die Baugenehmigung ist eine der Voraussetzungen, die vor der späteren Hausmontage erfüllt sein müssen.
In dieser Phase hilft vor allem eines: erreichbar bleiben und Rückfragen zügig beantworten. Manche Wartezeit lässt sich nicht beeinflussen. Unnötige Liegezeiten bei Freigaben dagegen schon.
6. Bei der Bemusterung wird das Haus konkret
In der Rohbaubemusterung werden technische Einzelheiten festgelegt. Dazu zählen etwa die Positionen der Sanitärobjekte, die Heizungsplanung und letzte mögliche Anpassungen am Grundriss.
Bei der Ausstattungsbemusterung geht es um Böden, Fliesen, Türen, Sanitärausstattung und weitere Oberflächen. Muster helfen dabei, Materialien nicht nur auf einem Bildschirm zu beurteilen. Neben der Optik sollte immer der spätere Gebrauch mitgedacht werden: Wie pflegeleicht ist ein Boden? Wie fühlt sich eine Oberfläche an? Passt die Auswahl noch, wenn Kinder, Gäste oder das Älterwerden mitgedacht werden?
Änderungen am vereinbarten Leistungsumfang werden als Nachträge dokumentiert. Darin können Mehr- oder Minderkosten stehen. Erst mit den unterschriebenen Nachträgen ist die Bemusterung formal abgeschlossen. Zusammen mit Baugenehmigung, Finanzierungsnachweis und Versicherungsnachweisen gehören sie zu den Montagevoraussetzungen.
7. Parallel wird die Baustelle vorbereitet
Während die Hausplanung ihren Abschluss findet, laufen auf dem Grundstück mehrere Aufgaben zusammen.
Hausanschlüsse für Wasser, Strom, Entwässerung, Telefon und Internet müssen frühzeitig beantragt werden. Die Hausanschlussexperten von Stommel Haus unterstützen bei Anträgen und Organisation. Die Verantwortung für die rechtzeitige Antragstellung bleibt bei der Bauherrschaft.
Danach folgen Erdarbeiten, Fundamente sowie Bodenplatte oder Keller. Das beauftragte Rohbauunternehmen muss dabei die technischen Vorgaben von Stommel Haus einhalten. Nach Fertigstellung kontrolliert die Bauleitung die Maße. Erst ein mängelfreies Aufmaß schafft die Grundlage für die passgenaue Vorfertigung im Werk.
Hier zeigt sich, warum ein Hausbau trotz individueller Planung eine klare Ordnung braucht. Viele Gewerke greifen ineinander. Eine verspätete Freigabe oder ein fehlender Nachweis betrifft selten nur einen einzelnen Termin.
8. Im Werk beginnt die sichtbare Vorbereitung des Hauses
Sobald das mängelfreie Aufmaß vorliegt, startet die Arbeitsvorbereitung bei Stommel Haus. Die Produktionsunterlagen werden final abgestimmt, anschließend werden Holz, Dämmung, Fenster und technische Bauteile bestellt. Wenn die benötigten Materialien vorhanden sind, beginnt die Vorfertigung im Werk.
Individuelle Architektur braucht dabei ein verlässliches System im Hintergrund. Die sth akademie ist das Betriebssystem der Manufaktur: eine tägliche Praxis, in der Abläufe überprüft, Fehlerquellen bearbeitet und Erfahrungen weitergegeben werden. Sie verbindet das handwerkliche Wissen einer Familienmanufaktur mit der Prozesspräzision einer modernen Fertigung.
So bleibt das weiße Blatt der Planung tatsächlich frei, ohne dass auf der Baustelle improvisiert werden muss. „Ein Haus wie ein Baum“ beschreibt dabei keine äußere Form. Gemeint ist ein Haus, das aus seinem Standort und aus dem Leben seiner Bewohner:innen entwickelt wurde.
9. Bei der Montage wird aus den Plänen ein Haus
Mit der Montage verändert sich die Baustelle innerhalb kurzer Zeit. Am ersten Montagetag werden laut Bauherrenanleitung Erdgeschoss und Zwischendecke aufgestellt, am zweiten folgt das Dachgeschoss. Danach wird der Dachstuhl montiert.
Anschließend werden Fenster und weitere Anbauteile eingesetzt. Das Dach wird gedämmt, entwässert und eingedeckt. Danach ist das Gebäude von außen wetterfest. Vor Beginn des Innenausbaus erfolgt die Rohbauabnahme durch Stommel Haus.
Für Bauherr:innen ist das oft der Moment, in dem Maße plötzlich zu Räumen werden. Blickachsen, Deckenhöhen und Fensterpositionen, die zuvor auf Plänen standen, lassen sich nun tatsächlich erleben.
10. Der Innenausbau folgt einer notwendigen Reihenfolge
Im Innenausbau werden zunächst die Rohinstallationen für Sanitär und Elektro verlegt. Danach folgen, je nach Ausführung, Innenputz, der Fußbodenaufbau mit Heizung, Estrich und die Arbeiten an der Fassade.
Putz und Estrich benötigen ausreichende Trocknungszeiten. Der sichtbare Stillstand in diesen Tagen ist kein verlorener Baufortschritt, sondern technisch notwendig. Parallel können weitere Arbeiten vorbereitet oder an anderer Stelle ausgeführt werden.
Später werden Steckdosen, Schalter, Armaturen und weitere sichtbare Bauteile montiert. Hinzu kommen Innenanstrich, Bodenbeläge, Treppe, Zimmertüren und Fußleisten. Das Haus nähert sich nun Raum für Raum dem Zustand, den du aus der Bemusterung kennst.
11. Vorbegehung, Abnahme und Übergabe
Kurz vor der offiziellen Abnahme gehst du das Haus gemeinsam mit der Bauleitung durch. Bei dieser Vorbegehung werden letzte Punkte aufgenommen, die vor der Abnahme erledigt werden sollen.
Mit der Abnahme bestätigst du, dass das Haus vertragsgemäß fertiggestellt wurde. Noch offene kleinere Restpunkte kommen in ein Protokoll und werden anschließend bearbeitet. Danach folgt die Übergabe.
Damit endet der Bauablauf, nicht aber die Beziehung zum Haus. Aus Entwürfen, Berechnungen, Entscheidungen und vielen Handgriffen ist ein Zuhause geworden, das für ein bestimmtes Grundstück und ein bestimmtes Leben geplant wurde.
Wer begleitet dich bei welchem Schritt?
Der Fachberater begleitet die frühe Planung und den Weg zum Werkvertrag. Der Architekt verantwortet Entwurf, Bauantrag und Planungsarbeiten. Vermessung, Bodengutachten, Tiefbau und Bodenplatte beziehungsweise Keller liegen bei weiteren Fachleuten. Für Hausanschlüsse stehen dir eigene Experten von Stommel Haus zur Seite. Die Bauleitung hält die technischen und terminlichen Schnittstellen zusammen.
Du musst also nicht jedes Fachgebiet selbst beherrschen. Du solltest jedoch wissen, welche Entscheidungen bei dir liegen, welche Unterlagen benötigt werden und wer dein richtiger Kontakt ist. Genau daraus entsteht Planbarkeit.