Berufsfachmesse im Antoniuskolleg – Ein Tag voller Begegnungen und Gesprächsimpulse
Frühstart mit Struktur – Der Aufbau
Bereits kurz vor 9 Uhr erreichte unser Team das Schulgelände, im Gepäck unseren Messestand samt Zubehör – sicher verstaut auf dem Anhänger. Stephan Löttgen hatte den Aufbau präzise vorbereitet, und gemeinsam mit unserem Kollegen Micha lief alles wie am Schnürchen. Kaum hatten wir den Schulhof befahren, wurden wir direkt von einer freundlichen Lehrerin empfangen, die die Organisation mit bemerkenswerter Ruhe und Klarheit koordinierte. Innerhalb weniger Minuten wussten wir, wo unser Stand aufgebaut werden sollte, und konnten direkt loslegen. Der Standort hätte nicht besser sein können: zentral im Eingangsbereich des Hauptgebäudes – perfekt sichtbar und gut erreichbar für alle Besucher*innen.
Der Aufbau verlief zügig, alles war rechtzeitig bereit: Roll-Ups, Infomaterialien, ein großer Flachbildfernseher für unseren Ausbildungsfilm – und natürlich unser Herzstück, das Miniaturmodell eines Stommel-Hauses.
Der Startschuss – Begegnungen am Messestand
Punkt 10 Uhr öffnete die Messe ihre Türen für die Schüler*innen der umliegenden Schulen – unter anderem vom Antoniuskolleg selbst und der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid. Finn und Benedikt waren inzwischen dazu gestoßen, beide bestens vorbereitet und hoch motiviert. Wir zogen gemeinsam unsere neuen Stommel Haus T-Shirts an – einheitlich, modern, mit einem klaren Signal: Hier steht ein Team.
Zu Beginn war die Stimmung noch etwas zurückhaltend. Viele der Schülerinnen wirkten noch etwas scheu – verständlich, bei so vielen Eindrücken auf einmal. Doch je länger der Vormittag dauerte, desto intensiver wurden die Gespräche. Besonders auffällig war das Interesse an den Themen Architektur und Innenarchitektur – vor allem von Schülerinnen, die sich kreative und gestalterische Berufe vorstellen konnten.
In den Gesprächen wurde oft deutlich, dass viele ein eher romantisiertes Bild vom Architektenberuf hatten: ruhig, kreativ, „etwas mit Design“. Es war uns ein großes Anliegen, hier Realitätsnähe zu schaffen, ohne Träume zu brechen. Wir erklärten, warum praktische Erfahrungen im Handwerk eine so wertvolle Grundlage für ein späteres Architekturstudium sein können. Der Gedanke, nach dem Abitur zunächst eine handwerkliche Ausbildung zu absolvieren, traf bei vielen auf echtes Interesse – und in manchen Gesichtern blitzte plötzlich so etwas wie „Aha!“ auf.
Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung
Ein besonders spannender Aspekt des Tages war – völlig unerwartet – unser Ausbildungsfilm. Der wurde schon auf der Messe im Vorjahr gezeigt und war seither unverändert. Und doch fiel an diesem Tag gleich mehreren Besucher*innen etwas auf: Ein kleiner Rechtschreibfehler im Text – „Parktikum“ statt „Praktikum“.
Was zunächst wie ein Fauxpas wirkte, entpuppte sich schnell als echter Eisbrecher. Sechs verschiedene Gespräche begannen mit genau diesem Hinweis – und führten uns dann direkt in lebendige Diskussionen über Inhalte, Gestaltung und Berufsbilder. Das Spannendste daran: Am Ende meinten mehrere Gesprächspartner*innen augenzwinkernd, wir sollten den Fehler einfach drinlassen – als Gesprächsstarter. Fast wie ein versteckter "Triggerpunkt", der Interesse weckt. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Unperfektheit menschlich wirkt – und Gespräche auf Augenhöhe ermöglichen kann.
Waffeln, Würstchen & Wertschätzung
Gegen Mittag kam dann auch Ralf Stommel dazu, was nicht nur die Schüler*innen, sondern auch unser Team freute. In typischer Ralf-Manier brachte er eine kleine Verschnaufpause mit: frischer Kaffee, Waffeln und Kuchen. Ein Moment zum Durchatmen, zum Austauschen – und einfach auch zum Genießen. Diese kleinen Gesten machen einen Unterschied, besonders inmitten eines aktiven Messetages.
Als besonderes Zeichen der Wertschätzung wurden wir später noch von den Veranstaltern der Messe auf ein Würstchen eingeladen – eine Geste, die wir gerne angenommen haben. Es sind genau diese Details, die einem Event wie diesem eine persönliche, warme Note verleihen.
Fazit – Präsenz, Gespräche, Wirkung
Die Berufsfachmesse war in diesem Jahr nicht nur gut besucht, sondern auch geprägt von echtem Interesse, vielen offenen Fragen und dem Wunsch junger Menschen, Orientierung zu finden. Für uns als Unternehmen war es eine großartige Gelegenheit, sichtbar zu sein, Gespräche auf Augenhöhe zu führen und Perspektiven aufzuzeigen.
Besonders stolz sind wir auf Finn und Benedikt, die mit großer Selbstverständlichkeit auf die Schüler*innen eingegangen sind und ihre persönlichen Erfahrungen eingebracht haben. Das schafft Authentizität – und die war an diesem Tag spürbar.
Alles in allem war der Tag nicht nur ein gelungener Messeauftritt, sondern auch ein Ausdruck dessen, was uns als Stommel Haus ausmacht: Offenheit, Dialogbereitschaft und die Freude daran, junge Menschen zu begleiten und zu inspirieren.